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EPISODE 3.04

JEDER FÜR SICH (EVERY MAN FOR HIMSELF)

REGISSEUR:
Jack Bender & Stephen Williams

DREHBUCH:
Alison Schapker, Edward Kitsis, Adam Horowitz & Monica Owusu-Breen
US-PREMIERE:  25.10.2006
Quote:  16,80 Millionen

P7-PREMIERE:  05.11.2007
Quote ab 3:  1,71 Mio (5,4 %)
Quote 14-49:  - Mio (10,3 %)

INHALT:

Desmond sitzt nachdenklich am Strand und beobachtet dabei Claire, die Aaron gerade in die Wiege legt. Dann steht er auf und bietet ihr an, das Dach ihrer Unterkunft zu reparieren, doch weder Claire noch Charlie haben etwas am Dach auszusetzen. „Ich wollte nur helfen“, meint Desmond freundlich und lässt die beiden verwirrt zurück.

Der Fernseher steht immer noch in Jacks Zimmer und zeigt ihm einen etwas älteren Trickfilm. Als Juliet ihm wieder etwas zu Essen in seine „Zelle“ stellt, spricht der Arzt sie darauf an, ob das alles hier irgendeinen Sinn habe, oder ob er besser mit Ben sprechen solle. Sie offenbart ihm, dass auch Benjamin nicht mehr wisse als sie, und dass er ihm keine Antworten geben werde. Entscheidungen würden sie außerdem immer zusammen treffen, da sie Ben nicht untergestellt sei. Dennoch betritt dieser nun die Zelle und befiehlt ihr, sich um eine dringende „Situation“ zu kümmern (das U-Boot sei zurückgekehrt), und missmutig folgt sie ihm nach draußen. Jack steht auf, um an der Tür zu lauschen, hört aber offenbar nichts.

Irgendwo im Dschungel wird Colleen unterdessen -blutend auf einer Trage liegend- von zwei Männern transportiert.

Für Sawyer und Kate beginnt ein neuer Arbeitstag, doch während ersterer gerade aus seiner Zelle geholt wird, erfährt Pickett über sein Telefon vom „Vorfall“. Gleich darauf kommen Ben und Juliet aus der Station gelaufen, und aus dem Dschungel tauchen Tom und andere schwarz gekleidete Männer auf. Sie tragen Colleen, und Sawyer meint zu Kate, dass sich die Anderen wohl kaum gegenseitig anschießen würden. „Wir waren das. Unser Team“. Er lächelt, da er darin das Ticket in die Freiheit sieht.

Später an diesem Tag verbiegt Sawyer das Rohr seines Wassertrogs so, dass beim Aktivieren der drei Schalter alles auf den Boden landet. Die Pfütze reicht bis hinter die Tür, und Sawyer erklärt Kate, dass er nun zusammen mit dem Strom aus dem Schalter mit dem Essenssymbol die perfekte Falle für die Anderen bereitgestellt habe. Kate ist beeindruckt, fragt Sawyer aber, was aus Jack werde, wenn sie abhauen. „Jeder ist auf sich allein gestellt, Sommersprosse“.


FLASHBACK:

Sawyer boxt im Ring einer großen Gefängnishalle gegen einen anderen Sträfling und gewinnt die Oberhand. Dann ist der Spaß vorbei und alle müssen wieder in ihre Zelle zurück. Auf dem Weg dorthin sieht Sawyer, wie ein Typ verprügelt wird. Er erfährt, dass dieser Kerl namens Munson an 10 Millionen Dollar gelangt ist, doch niemand wisse, wo das Geld versteckt sei.

Während Sawyer später im Reinigungsdienst arbeitet spricht er Munson darauf an, dass er viel besser behandelt werde als Sawyer in den letzten neun Monaten. Und das obwohl Munson erst eine Woche hier sei. Sawyer vermutet, dass die Wachen ihn bevorzugen, damit sie irgendwann erfahren, wo das Geld versteckt ist. Er riecht eine große Verschwörung. Auch seine Frau sei bestimmt eingeweiht und werde bei Besuchen probieren, das Versteck zu erfragen. Als der Gefängnisdirektor auftaucht warnt er „Ford“: Mit nur einem Anruf könne er seine Haftdauer verlängern.


Sawyers nächster Besuch an seinem Käfig ist Benjamin, der ihn nach seinem Gewicht und seinem Alter (35) fragt. Als er den Käfig berührt und in der Pfütze steht, schnappt sich Sawyer sofort Bens Arm und betätigt mit dem Fuß den Essensschalter. Nichts passiert. „Wir haben es deaktiviert“, erklärt Ben und schlägt Sawyer zu Boden. Als er die Zelle anschließend betritt packt er einen Stock aus und verprügelt Sawyer auf brutalste Art und Weise. Am Ende tritt er ihm ins Gesicht. Blackout.

Als Sawyer wieder erwacht hört er Stimmen im Raum. Tom spricht mit anderen über die merkwürdige Veränderung des Himmels vor wenigen Tagen und verrät, dass seitdem die Kommunikationsmöglichkeiten nicht mehr funktionieren. Nun bemerken sie, dass Sawyer –gefesselt und auf einem Tisch liegend- wach ist, und ein Typ namens Jason kümmert sich um ihn. Zuerst bekommt Sawyer ein Stück Holz in den Mut. „Gegen die Schmerzen“, erklärt Ben, während Jason eine Nadel bereit macht. Ein andere erklärt ihm, dass er die Spritze ins Brustbein rammen muss. Kurz bevor es soweit ist endet die Szene.

Jack hat Sawyers Schreie über die Sprechanlage in seiner Zelle gehört.

Unterdessen stattet Desmond Paulo, der gerade am Strand Golf spielt, einen Besuch ab. Er borgt sich ein 5er-Eisen aus und gibt Paulo ein paar Tipps zur richtigen Haltung. Auf die Frage, ob er selbst Golf spiele, meint Desmond nur: „Ich bin Schotte“.

Wieder erwacht Sawyer aus einem unfreiwilligen Schlaf und erkennt, dass ein großer Wundverband auf der linken Seite seiner Brust klebt. Tom bringt einen weißen Albinohasen mit einer schwarzen 8 auf dem Rücken in einem kleinen Käfig in den Raum. Ben nimmt das Gitter und hält es direkt über Sawyer, der immer noch gefesselt ist. Wie verrückt beginnt er damit, den Käfig wild zu schütteln und schreit immer wieder „Komm schon! Komm schon!“. Er rüttelt immer wilder und schreit: „Mach schon! Hippeldihopp, hippeldihopp! Komm schon!!“. Plötzlich fällt der Hase um. Ben stellt den Käfig zur Seite und fragt Sawyer, ob er mit dem Begriff „Schrittmacher“ etwas anfangen könne. Der Hase habe einen gehabt, und Sawyer ebenfalls. Sein Ruhepuls sei 70, und sobald dieser Wert durch zu viel Aufregung auf 140 steige, würde der spezielle Schrittmacher zuschlagen. Sawyers Herz werde explodieren. Ab 125 Schlägen pro Minute fange die Uhr zu piepsen an und Sawyer müsse versuchen, sich zu beruhigen. „Warum erschießt ihr mich nicht einfach?“, fragt Sawyer. „Weil wir keine Killer sind, James“. Wenn er Kate etwas über die Operation verrate, würde sie ebenfalls einen Schrittmacher bekommen.

Zurück in der Zelle bekommt er einen Kübel Wasser, mit dem er sich waschen solle, und Kate bekommt einen Sack neue Klamotten. Auf Fragen darüber, was gerade passiert sei, bekommt Kate nur Lügen aufgetischt: Es sei nichts gewesen; er habe nur Fragen beantworten müssen. Während sich Kate umzieht wirft Sawyer einen Blick auf die große Narbe auf seiner Brust. Als er einen Blick auf Kates nackten Rücken wirft macht seine Uhr plötzlich Geräusche. Um sich zu beruhigen leert Sawyer sich den Kübel Wasser über den Kopf.


FLASHBACK:

Eines Tages sieht Sawyer während der Besuchszeit Cassidy wieder. Wir erfahren, dass sie daran schuld ist, dass Sawyer im Gefängnis sitzt. Sie habe nach Sawyers letztem Betrug Anzeige erhoben. Der Grund für Cassidys Besuch wird anhand eines Fotos offenbart, das sie auf den Tisch legt: Ein kleines Mädchen ist darauf zu sehen. „Das ist deine Tochter“, erklärt Cassidy, die nun möchte, dass Sawyer der kleinen Clementine einen Brief schreibt. Dieser ist wütend, steht auf und meint „Ich habe keine Tochter!“, bevor er den Raum verlässt.


Kate, frisch eingekleidet, erkennt, dass an der Decke ihrer Zelle ein weiterer Abstand zwischen den Sprossen ist, durch den sie hindurchklettern könnte. Sawyer rät ihr davon ab.

Mit einem blutbedeckten Arztkittel stürmt Juliet in Jacks Zimmer und erklärt ihm hastig, dass eine Frau in Lebensgefahr schwebe. „Jack, ich brauche deine Hilfe“.

Schon kurz darauf wird er mit einem Sack über dem Kopf an Sawyer und Kate vorbeigeführt, die zwar laut schreien, aber nicht gehört werden. Das laute Getöse der Lautsprecher macht dies einfach unmöglich.

Im anderen Gebäudetrakt angekommen wird Jack einen Flur entlang geführt (auf den Wänden sieht man Pfeile mit der Beschriftung „OP-Bereich 04“ und „OP-Bereich 05“), bis er und Juliet den Raum erreichen, in dem Colleen liegt. Jack und Juliet waschen sich beide die Hände, wobei ersterer herumhängende Röntgenbilder mustert. Dann kümmert er sich um Colleen, was ihrem Mann Danny gar nicht gefällt. Dennoch machen sich Jack und Juliet sofort an die Arbeit und Juliet gesteht, dass sie keine Chirurgin sei. Dennoch assistiert sie Jack, während Pickett, Tom und Ben zusehen. Herzstillstand. Jack will Colleen sofort reanimieren, doch das Gerät dazu sei kaputt. „Bisher kam so was noch nie vor“, bedauert Juliet den Tränen nahe, als Jack beginnt, Colleen händisch wiederzubeleben. Es ist sinnlos. Im Beobachtungsraum schreit Pickett, dass Jack das absichtlich getan habe.

Draußen holt Pickett Sawyer aus seiner Zelle und zerrt ihn hinüber zu Kates Käfig, wo er ihn zu Boden wirft und heftig ins Gesicht schlägt. „Liebst du ihn?!“, brüllt er zu Kate, während er wiederholt auf Sawyer einschlägt. „Liebst du ihn!?!“. Kate schreit hysterisch und beginnt zu weinen, während Dutzende weiter Schläge folgen. Schließlich nimmt sie Sawyer, dessen Uhr schon sehr schnell piept, von hinten in den Arm und gesteht unter Tränen, dass sie ihn liebe. Pickett scheint zufrieden zu sein und brüllt „Sperrt ihn wieder ein!“.


FLASHBACK:

Munson gibt Sawyer nun recht, denn seine Frau habe das Geheimnis tatsächlich aus ihm herausquetschen wollen. Er bittet Sawyer, die 10 Millionen an einen anderen Ort zu bringen, sobald er wieder auf freiem Fuß sei. Ansonsten werde seine Frau es holen. Obwohl Sawyer es wegen des zu großen Risikos nicht tun will, redet Munson ihm weiter ins Gewissen.


Als beide wieder getrennt im Käfig sitzen, steht Kate auf und klettert zum oberen Gitter ihres Gefängnisses. „Ich weiß nicht was sie mit dir gemacht haben, aber ich weiß, dass du nun genug Angst hast um mich anzulügen, und das macht mir mehr Angst als alles, was sie uns bisher angetan haben“. Sie klettert durch das Gitter und kommt sicher am Boden vor ihrer Zelle an. Kurz versucht sie, das Schloss an Sawyers Tür mit einem Stein zu zerbrechen, doch dieser meint, sie solle allein fliehen. Seine Uhr piept kurz. Kate hat genug und schreit ihn an: „Sag mir einmal in deinem Leben die Wahrheit!“. Darauf Sawyer: „Wenn du mich wirklich liebst, dann geh“. – „Das habe ich nur gesagt, damit er aufhört dich zu schlagen“. Mit diesen harten Worten dreht sich Kate um und klettert wieder auf ihren Käfig und durch das Gitter. „Zusammen leben, alleine sterben“, meint sie.

Ben und Tom haben alles im Monitorraum verfolgt. „Du weißt, dass Danny ihn töten will“, meint Tom und deutet auf einen Monitor, den wir gerade nicht sehen. Ben: „Danny wird warten müssen“. Außerdem meint er, dass sie Jack noch nicht zurück in seine Zelle bringen sollten.

Dieser sitzt immer noch im OP und ist mit Handschellen an den Tisch gekettet, als Juliet erscheint. Sie erzählt ihm, dass sie eine Urologin sei (oder eine „Fruchtbarkeitsärztin“) und deshalb nicht daran gewöhnt sei, dass ihre Patienten sterben. Jack erfährt außerdem den Namen der Verstorbenen und er versichert Juliet, dass man Colleen nicht hätte retten können. Auf die Frage, ob er das nur sage, damit es Juliet besser gehe, meint Jack: „Es ist mir egal, ob es dir dadurch besser geht“. Nun erkundigt er sich, wessen Röntgenbilder das gewesen seien, denn darauf sei ein riesiger Tumor zu erkennen. „Ich bin rein zufällig Spezialist dafür. Also Juliet, verrate mir… Wen soll ich hier retten?“.

Desmond hat am Strand ein hohes Gebilde errichtet, auf dessen Spitze man den metallischen Goldschläger sieht. „Ist das… Kunst?“, fragt Hugo skeptisch. „Nein, nur ein Experiment“, meint Desmond und empfiehlt Hurley, noch einen Moment zu warten. Schon beginnt ein heftiger Regenschauer, der von einem Gewitter begleitet wird. Plötzlich schlägt ein Blitz in Desmonds Gebilde ein und zerstört es damit. Claires Hütte, die in unmittelbarer Nähe steht, wird dadurch vom Gewitter verschont…


FLASHBACK:

Sawyers Chance auf Entlassung ist gekommen. Er verrät einem Agenten, dass die 10 Millionen in einem Wagen versteckt liegen, und liefert eine genaue Ortsangabe. Der Direktor gratuliert ihm, da er nun die letzten sechs Jahre seiner Haftstrafe nicht absitzen müsse. Sobald alles überprüft worden sei, könne „Ford“ endlich wieder in Freiheit leben. Außerdem bekomme er einen Anteil des wiedergefundenen Geldes, den Sawyer auf das Bankkonto von Clementine Phillips übertragen lässt. Er will dabei sichergehen, dass das Mädchen nie erfährt, von wem das Geld stammt.


Gemeinsam mit einer bewaffneten Gruppe Anderer erklimmen Sawyer und Ben einen Hügel, wobei Sawyers Uhr schneller piept, je höher sie klettern. Benjamin verrät ihm nun, dass sein Herz nicht explodieren werde: „Das einzige was wir dir eingepflanzt haben ist Zweifel“. Die Uhr sei lediglich ein Pulszähler. Auch dem Hasen geht es gut. Er habe lediglich ein Beruhigungsmittel bekommen. Sawyer ist sich nicht sicher, ob er dem Ganzen trauen kann. Er schlägt Ben ins Gesicht. „Son of a bitch“. Dieser erklärt nun, dass er ihm hier oben noch etwas zeigen wollte. Einige Meter weiter oben ist Sawyer schockiert: „Was zur…“, beginnt er und nähert sich einer Klippe. Von dieser sieht er direkt auf das Meer und die etwas entfernter liegende Insel. „Warst du schon mal auf Alcatraz? Du stehst gerade auf einer kleinen Insel, die etwa zweimal so groß wie Alcatraz ist. Das da drüben ist deine Insel, die du kennen und lieben gelernt hast“. Sawyer sieht ihn entsetzt an, als Ben weiter spricht: „Ich wollte nur, dass du weißt, dass ihr nicht wegrennen könnt“. – „Und das alles nur, um mich im Käfig zu halten?“. Ben erklärt: „Der einzige Weg, den Respekt eines Betrügers zu erhalten, ist ihn zu betrügen. Du bist ziemlich gut, ‚Sawyer’. Wir sind weit besser“. Abschließend spricht Ben noch Sawyers Sorge um Kate an und zitiert aus "Von Mäusen und Menschen". Wenn ein Mann zu einsam sei, dann werde er krank. Mit diesen Worten brechen sie auf, um zum Käfig zurückzugehen.



SCREENSHOTS:

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ZITATE:

Charlie: If there’s a problem, I’ll fix it. I’m quite handy. I was building a church before Eko exploded.

Claire: What was all that about?
Charlie: I don't know. We're gonna have to give that guy another button to push.

Kate: I don’t know what they did to you, but it’s made you scared enough to lie about it, and that scares me more than anything else they’ve done to us.

Sawyer: Dammit, Freckles, GO! Every man for himself.
Kate: Live together, die alone.

Hurley: Is that... art?

Jack: Whose x-rays are those? Outside? Those are spinal x-rays and they belong to a man about 40 years old and whoever he is he has a very large tumor on his L-4 vertebrae and I just happen to be a spinal surgeon. So you tell me, Juliet, who am I here to save?

Ben: The only way to gain a con man’s respect is to con him. You’re pretty good, Sawyer. We’re a lot better.

MUSIK:

Johann Strauß - An der schönen blauen Donau [im Trickfilm]


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