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EPISODE 3.18

TAG DER EMPFÄNGNIS (D.O.C.)

REGISSEUR:
Frederick E.O. Toye

DREHBUCH:
Adam Horowitz & Edward Kitsis
US-PREMIERE:  25.04.2007
Quote:  11,63 Millionen

P7-PREMIERE:  28.01.2008
Quote ab 3:  1,25 Mio. (3,9 %)
Quote 14-49:  - Mio. (7,3 %)

INHALT:

Während Sun gerade an ihrem Garten arbeitet vernimmt sie einmal mehr beunruhigende Geräusche im Wald. Zum Vorschein kommt allerdings nur Jack, der sich zu ihr setzt und ihr mit den Pflanzen hilft. Er erkundigt sich zuerst, wo Jin hingekommen sei, verrät dann aber, dass er sich eigentlich bezüglich Suns Schwangerschaft erkundigen wollte. Die Koreanerin versichert ihm, dass alles in Ordnung sei- auch Morgenübelkeit habe sie keine mehr. Als Jack weiterhin nachhakt wird Sun misstrauisch: „Warum stellst du mir all diese Fragen?“, will sie wissen. Jack versichert ihr aber, dass er nur um ihr Wohlergehen besorgt sei, jetzt, wo er wieder zurück ist. „Danke, mir geht’s gut“, meint Sun lächelnd, und Jack geht zufrieden.


FLASHBACK:

Sun spaziert gerade über eine Brücke als ihr Handy läutet. Jin ist am Apparat und nennt sie „Mrs. Kwon“, woran sie immer noch nicht gewöhnt sei. Das frisch verheiratet Pärchen unterhält sich dann über ihr neues Apartment, durch das Jin gerade spaziert. Das meiste ist noch in Kartons verpackt, doch das Bett habe er bereits aufgestellt, erzählt Jin suggestiv. Dann verabschiedet sich Sun mit den Worten „Ich liebe dich wie verrückt“.

Am Ende des Telefonates hat Sun auf einer Bank Platz genommen, wo sie nun von einer anderen Koreanerin angesprochen wird. Diese hat Suns Gesicht auf einer Zeitung entdeckt und spricht sie auf ihre –sehr einflussreichen- Eltern an. „Wie sieht es mit den Eltern Ihres Mannes aus?“, möchte die Frau wissen. „Seine Eltern sind tot“, offenbart Sun. Als die Frau ihr nicht glaubt, setzt Sun ein besorgtes Gesicht auf. „Es würde große Schande über euch bringen, wenn bekannt wäre, dass Mr. Paiks Tochter den Sohn eines Fischers geheiratet hat“. Diese harten Worte der Unbekannten verletzen Sun nicht. Sie sei sich dieser Tatsache bewusst und es störe sie nicht. „Wissen Sie auch, dass er ebenfalls der Sohn einer Prostituierten ist?“, setzt die Frau fort. Sun ist von dieser Aussage überrumpelt, und die Unbekannte erhebt sich. Sie sei in drei Tagen wieder an diesem Ort und wenn Sun ihrer Familie und ihrem Mann die große Schande der Wahrheit ersparen wolle, müsse sie 100.000 Dollar mitbringen. Sun wird fassungslos zurückgelassen.


Desmond ist immer noch über die dunkelhäutige Frau gebeugt, die er laut eigener Aussage noch nie zuvor gesehen hat. Keuchend beginnt sie plötzlich wieder zu sprechen, doch Desmond kann ihre Worte nicht verstehen. Nur Hugo erkennt, dass es sich um Spanisch handeln könnte und übersetzt frei: „Sie sagt, dass sie sterben wird“. Da entdecken Charlie und die anderen, dass die Unbekannte seitlich von einem Ast durchbohrt wurde, der eine blutende Wunde verursacht hat. In einem wilden Durcheinander wird nun das weitere Vorgehen diskutiert: Desmond möchte loslaufen und Jack holen, doch Charlie hält dies zu gefährlich. „Keiner weiß, dass wir hier sind!“, argumentiert Desmond, und plötzlich ist ein Schuss zu hören. Es war Hugo, der den Lauf einer Leuchtraketen-Pistole senkrecht nach oben hält. Das Signalfeuer explodiert hoch über ihnen, und alle Blicke richten sich auf Hurley. Dieser sagt dazu nur: „Ups“.


FLASHBACK:

Beim Entpacken eines Kartons findet Sun abends zwei Familienfotos wieder und fragt Jin, ob sie diese auf den Kasten stellen könne. Dieser hat nichts dagegen und verrät, dass er selbst als Kind ohne Kamera aufgewachsen sei; daher gebe es keine Fotos. Sein Vater habe ihm keine hinterlassen, da Jin bei seinem Tod gerade der Armee gedient habe. „In der Armee? Du sagtest du warst 16 als er starb“. Da wird Jin plötzlich wütend und schreit Sun an- Sie habe da etwas falsch verstanden. Als er wissen will, was mit ihr los sei, antwortet sie lächelnd: „Nichts. Gar nichts“.


Während Kate und Sun gemeinsam an einer Hütte arbeiten möchte letztere wissen, ob Jack sich bei seinem Aufenthalt bei den Anderen verändert habe. „Er wirkt verändert“, stellt sie fest. Auch dass er sie so ausführlich wegen der Schwangerschaft ausgefragt habe, gefällt ihr nicht. „Was ist, wenn die Anderen mein Baby wollen?“, fragt sie, und geht in die Vollen: „Was ist, wenn er mit ihnen zusammen arbeitet?“. Kate kann sich mit dem Gedanken nicht anfreunden. Stattdessen verrät sie Sun, dass Juliet etwas mit den Babys zu tun hat, und dass die Anderen Nachforschungen mit Schwangeren anstellten.

Sofort marschiert Sun zum Strand und stellt dort Juliet zur Rede: „Was passiert mit Schwangeren?“, möchte sie wissen und zeigt sich sehr beharrlich. „Ich will Antworten! Was macht ihr Leute?“. Sie ist aufgebracht und klingt verzweifelt: „Was passiert auf dieser Insel mit Schwangeren?“. Endlich bekommt sie eine Antwort: „Sie sterben. Sie sterben alle“.

Wieder murmelt die Fallschirmspringerin etwas, doch diesmal in einer anderen Sprache. Jin bemüht sich zwar, meint dann aber: „Chinesisch, nicht Japanisch“. Charlie wirft Desmond vor, dass seine Visionen wieder einmal sinnlos seien, und dieser will nun endlich loslaufen um Hilfe zu holen. Da vernehmen sie plötzlich Geräusche aus den Büschen, und Desmond zückt vorsichtig seine Machete. Wenige Sekunden später steht ein Mann mit Augenklappe vor ihnen: Mikhail.

Nach der unerwarteten Konfrontation starren sich alle Beteiligten mehrere Sekunden lang an und rühren sich nicht. Dann dreht Mikhail um und ergreift die Flucht. Wenige Sekunden später rennt auch Jin los, der die Verfolgung aufnimmt. Mikhail fasst sich während der Flucht immer wieder an seine rechte Seite und erweckt dadurch den Eindruck, als sei er verletzt. Jin hat daher auch kein Problem ihn einzuholen und verwickelt Mikhail gleich in einen heftigen Kampf. Kurz hat Mikhail die Oberhand, als er Jin gegen einen Baum drückt, doch dann befreit dieser sich und setzt zu einem gezielten Tritt an, der Mikhail zu Boden befördert. Rasch nimmt Jin ihn in den Würgegriff und hat somit den Kampf gewonnen. Auch Charlie und Desmond haben den Schauplatz inzwischen erreicht, und letzterer kümmert sich um Mikhail.

Zurück bei der Unbekannten packt Desmond Mikhail am Kragen und hält ihm die Leuchtpistole an die Brust. „Wer sind Sie?!“, schreit er. Die Antwort liefert allerdings Charlie: „Er ist der Kerl, der Sayid angeschossen hat. Er lebte in der Station, die Locke gesprengt hat“. Hugo wirft ein, dass der doch in einem elektrischen Zaun umgekommen sei, und so will Desmond Klarheit erzwingen: „Sie haben fünf Sekunden zum Reden, oder ich feuere diese Pistole ab“. Er weist extra darauf hin, dass eine Leuchtrakete aus dieser Distanz auch nicht gerade angenehm sein dürfte. „Wie dein Freund schon gesagt hat, bin ich diese Woche schon einmal gestorben“, meint Mikhail gelassen. Da hört man die Verletzte wieder stöhnen. „Sie spricht Italienisch. Sie liegt im Sterben und braucht Hilfe“, schildert Mikhail. Dieser bietet Desmond seine Dienste an: Er habe früher Leute im Krieg versorgt und könne helfen. Tatsächlich lässt Desmond ihn an die Unbekannte heran, und Mikhail diagnostiziert, dass man den Ast entfernen würde, da die Frau sonst nicht lange überleben könne. Anschließend müsse Desmond ihn aber laufen lassen, so als hätten sie sich gar nie getroffen. Desmond überlegt intensiv, nickt dann und fragt: „Was brauchen Sie?“.

Sun sitzt unterdessen nachdenklich am Strand und blickt zu Claire, die gerade Aaron schlafen legt.


FLASHBACK:

Mit einer Karte und einem Foto in den Händen kommt Sun an einem Steg an und mustert den Mann vor ihr: „Entschuldigen Sie. Sind Sie Mr. Kwon?“. Dieser lächelt und versteht gleich: „Du musst Sun sein“. Seine Freude ist nicht zu übersehen, und nun lächelt auch Sun.

Bei ihm zuhause unterhalten sich beide über die Hochzeit, wobei Sun wissen möchte, warum er nicht gekommen sei. „Was hat er dir denn erzählt?“, fragt sie Mr. Kwon. „Er sagte mir… dass Sie tot sind“. Sun schweigt kurz. „Warum würde er so etwas sagen?“, möchte sie wissen. „Um der Schande seiner Herkunft aus dem Weg zu gehen“, erklärt Mr. Kwon, der nun traurig wirkt. Nun unterbreitet ihm Sun auch noch, dass sie über Jins Mutter Bescheid wisse. „Sie hat mich mit dem Baby allein gelassen. Ich habe ihn allein groß gezogen“, erzählt Mr. Kwon. „Ich war mir nicht einmal sicher, ob ich der Vater war. Aber wer hätte sonst für ihn gesorgt?“. Anschließend sagt er Sun, dass sie wunderschön sei, und dass es ihn sehr gefreut habe, sie zu treffen. Sie dürfe Jin aber nichts über das Treffen verraten- und auch nichts über seine Mutter. „Erspar ihm diese Schande“, bittet er sie, und Sun nickt mit Tränen in den Augen.


Es ist bereits Nacht, als eine Person durch das Camp schleicht und auf Suns Zelt zusteuert. Drinnen drückt sie ihr ihre Hand auf den Mund, sodass Suns panische Schreie im Keim erstickt werden. Der Eindringling ist Juliet, die Sun mit ruhiger Stimme mitteilt, dass sie ihr Antworten bieten und ihr und ihrem Baby helfen könne. Dazu müsse sie ihr aber augenblicklich folgen. Als sie ihre Hand wieder hebt, äußert Sun Zweifel. „Es könnte noch Hoffnung für dich bestehen“, verspricht ihr Juliet, und so lässt sich Sun überzeugen.

Wenig später sind beide mit Fackeln unterwegs, und Sun erfährt vom Ziel ihres Trips: Die medizinische Station. Dort könnten sie einen Ultraschall durchführen, denn Kate und Claire hätten sich getäuscht, als sie meinten, die Station sei leer. „Sie wusste nur nicht, wo sie suchen sollten“, erklärt Juliet. Sie schildert weiter, dass sie ein D.O.C. durchführen könne, um den Date of Conception (Tag der Empfängnis) zu bestimmen. Damit könne sie bestimmen, ob das Baby vor oder auf der Insel gezeugt wurde, und nur wenn ersteres der Fall sei, bestehe noch Hoffnung.


FLASHBACK:

Sun betritt das Firmengebäude von Paik Industries und geht zögerlich die Treppen zum Büro ihres Vaters nach oben. Dort unterbricht sie eine Diskussion, und die drei Verhandlungspartner räumen sofort den Platz, als Mr. Paiks Tochter auftaucht. Sie gratulieren ihr aber vorher noch zu ihrer Hochzeit. Dann unterbreitet Sun ihrem Vater, dass sie ihn um einen Gefallen bitten müsse. „Ich… Ich brauche… Einhunderttausend Dollar“. Mr. Paik ist überrascht: „Wofür denn?“, will er wissen. „Das kann ich dir nicht sagen“. Da ihr Vater damit aber nicht einverstanden ist, nennt sie ihm doch einen Grund: „Mein ganzes Leben lang habe ich so getan, als wüsste ich nicht, was du hier tust. Ich habe dir erlaubt, mein Leben zu kontrollieren. Ich habe so getan, als wäre alles in bester Ordnung. Ich werde das weiterhin tun. Sofern du mir das Geld gibst“. Da ihr Vater nun zornig ist, verrät sie ihm den wahren Grund: „Ich brauche das Geld, um jemanden, den ich liebe, große Schande zu ersparen“. So lässt sich ihr Vater schließlich überzeugen, doch er stellt eine Bedingung: „Wenn das Geld für deinen Mann ist, dann wird er diese Schuld abbezahlen“. Mr. Paik gibt seiner Tochter zu verstehen, dass Jin mehr kein gewöhnlicher Angestellter sein werde, sondern dass er für ihn arbeiten werde. Er und Sun wechseln einen langen, intensiven Blick, und dann entscheidet sich Sun dafür, das Geld zu nehmen.


Bevor Mikhail den Eingriff vornimmt will er noch wissen, ob die Frau irgendetwas bei sich hatte. Hugo erzählt ihm vom Buch und dem Satelliten-Telefon, und letzteres erweckt Mikhails Aufmerksamkeit. Dann konzentriert er sich aber auf die Patientin, die inzwischen um Luft ringt, da die Zeit drängt. Desmond versucht mit aller Kraft, die Frau ruhig zu halten, während Mikhail ihr eine Spritze in ihre Lunge rammt, durch die augenblicklich Luft nach draußen dringt. Einige Spritzer Blut mischen sich unter die herausströmende Luft, und Mikhail konzentriert sich nun auf den Ast. Mit einem Ruck entfernt er ihn und die Unbekannte stößt laute, schmerzgeplagte Schreie aus. Mikhail scheint mit seiner Arbeit aber zufrieden zu sein. Die Wunde wird noch verbunden und dann scheint es geschafft zu sein. Die Patientin spricht nun Portugiesisch, was nur Mikhail verstehen kann. Er zögert einige Sekunden, bevor er ihre Aussage übersetzt: Sie habe sich bedankt, behauptet er…

Währenddessen sind Sun und Juliet beim Tor der Station angelangt und legen den Weg zum dunklen Korridor wieder frei. Ein paar Neonröhren flackern und werfen unheimliches Licht auf die grünlichen Gänge, und in Suns Augen spiegelt sich Misstrauen und Angst wider. „Warum machst du das?“, will sie von Juliet wissen. „Vor geraumer Zeit habe ich Frauen die Nachricht überbracht, dass sie schwanger sind, und es war die schönste Nachricht ihres ganzen Lebens“, erzählt Juliet. „Dann bin ich hierher gekommen“. Sie habe auf der Insel schon neun Patienten verloren. „Ich helfe dir, weil ich dir sagen will, dass du schwanger wurdest, bevor du auf die Insel gekommen bist. Ich helfe dir, weil ich endlich wieder eine gute Nachricht überbringen will“. Sun offenbart ihr plötzlich: „Ich habe mit einem anderen Mann geschlafen bevor wir auf die Insel kamen“. Sie verrät außerdem, dass Jin und sie Probleme damit hatten, Kinder zu zeugen. Dann setzen beide ihren Weg fort und gelangen in einen Raum mit einige Spinds, und Juliet betätigt in einem davon einen Hebel. Gemeinsam schieben sie noch ein paar andere Kästen zur Seite, damit sie die aktivierte Bunkertür dahinter öffnen können. Im freigelegten Raum sieht Sun eine Küche, ein Kinderbett und viele weitere Gegenstände, die mit Babys und Schwangerschaft in Verbindung stehen. „Wofür ist dieser Raum gut?“, möchte sie wissen. Juliet zögert lange mit der Antwort: „Hierher haben wir die Frauen zum Sterben gebracht“.

Mikhail wirft noch einmal einen Blick auf die Fallschirmspringerin und prognostiziert, dass es ihr schon in einem Tag wieder besser gehen sollte. Da sein Teil der Abmachung erfüllt wurde, will Desmond ihn nun tatsächlich laufen lassen, was Charlie aber nicht gefällt. Mikhail macht sich unterdessen bereits auf den Weg. Nach einem kurzen Blick in den Rucksack der Frau nimmt Jin aber erneut die Verfolgung auf. Seine Schreie versteht zwar niemand, aber dennoch folgen die anderen ihm. Als Jin Mikhail wieder eingeholt hat, greift er in seine Tasche und holt etwas zum Vorschein. Er dreht sich zu Desmond um und schreit ihm wütend „Telefon!“ entgegen. Nach diesem versuchten Diebstahl will Charlie den Anderen erst recht als Gefangenen behalten, doch Desmond steht zu seinem Versprechen. „Wir können sie nicht immer laufen lassen!“, schreit Charlie entrüstet, doch genau das tut Desmond im Anschluss.

„Das Baby ist nicht Jins“. Sun beschließt, Juliet die Wahrheit zu sagen. Jin sei unfruchtbar und könne gar nicht der Vater sein. Juliet ist da aber anderer Ansicht, denn auf dieser Insel sei die Spermienanzahl fünfmal so hoch wie sonst. Unter diesen guten Bedingungen bestünde also sogar für Jin die Möglichkeit, Vater zu werden. Dann dreht Juliet den Monitor auf und bereitet Sun für den Ultraschall vor. Die Größe des Embryos lasse relativ exakte Rückschlüsse auf den Tag der Empfängnis zu. „Dann wissen wir, von wem es ist“, meint Juliet ruhig. Sun bringt die Möglichkeiten noch mal auf den Punkt: „Ich verliere so oder so. Wenn ich am Leben bleibe, dann bedeutet das, dass das Baby nicht von Jin ist“. Juliet fragt deshalb noch mal nach: „Willst du das wirklich machen?“. Sun bejaht die Frage.


FLASHBACK:

Als Jin von der Arbeit kommt fragt er Sun, warum sie ihn nicht auch besucht habe, als sie bei ihrem Vater gewesen sei. „Ich wollte dich nicht belästigen“, erklärt sie. Da er die Post lesen will, sagt sie ihm, dass diese in ihrer Handtasche sei. Kurz darauf wird ihr aber bewusst, was er dort noch finden wird: Das Geld. Zu spät- Jin entdeckt den Umschlag voller Scheine. „Es stammt von meinem Vater. Ich wollte uns damit Möbel kaufen…“, erklärt sie. „Und ich wollte, dass wir schöne Flitterwochen haben“. Jin wirkt etwas enttäuscht: „Ich kann für dich sorgen. Die Flitterwochen… die Möbel… Ich weiß, dass es länger dauern wird… Aber es ist nur eine Frage der Zeit. Und ich werde dafür bezahlen. Ich werde immer für dich sorgen, Sun“. Er bittet sie, das Geld zurückzugeben. Er wolle nicht noch mehr in der Schuld ihres Vaters stehen als ohnehin schon. „Jin… ich liebe dich“. – „Wie verrückt?“ – „Wie verrückt“. Die beiden küssen sich, und dann packt Sun das Geld zurück in ihre Tasche.


Auf dem Ultraschall erkennt man bereits die Umrisse des Embryos und hört den Herzschlag. Beide Frauen strahlen und freuen sich über die Bilder. „Es ist sehr stark und sehr gesund“, erkennt Juliet. Dann wird der Freudenmoment vom D.O.C. überschattet: „Ihr seit vor 90 Tagen hier abgestürzt. Das Baby wurde vor rund acht Wochen gezeugt. Vor etwa 53 Tagen…“. Noch bevor Juliet weiter spricht bricht Sun bereits in Tränen aus. „Du bist auf der Insel schwanger geworden“, sagt Juliet überflüssigerweise. „Es tut mir Leid. Es tut mir so Leid, Sun. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun…“, verspricht Juliet, doch Sun erweckt unter ihren Tränen den Anschein, als würde sie die Worte gar nicht hören. Als sie sich kurz sammeln kann sehen wir ein Lachen auf ihrem Gesicht. „Es ist Jins“, meint Sun glücklich, denn es waren Freudentränen. Nun freut sich auch Juliet wieder.


FLASHBACK:

Sun trifft die Frau zum zweiten Mal und überreicht ihr das Geld. Während diese es unter die Lupe nimmt, fragt Sun plötzlich: „Warum haben Sie mir nicht gesagt, dass Sie seine Mutter sind?“. Die Frau erklärt: „Ich habe ihn zur Welt gebracht. Das macht mich nicht automatisch zu seiner Mutter“. Sun droht ihr daraufhin: „Sie wissen, wie mächtig meine Familie ist. Mein Ehemann glaubt, dass Sie tot sind. Zwingen Sie mich nie dazu, das in die Realität umzusetzen“. Sie dreht Jins Mutter mit diesen Worten den Rücken zu und lässt sie stehen.


Nachdem Sun und Juliet die Station verlassen haben, will erste wissen, wie viel Zeit ihr noch bleibe. „Die meisten Frauen haben bis zur Mitte des zweiten Trimesters überlebt“. Eine dramatische Pause folgt. „Keine hat es bis ins dritte geschafft“. Sun versteht, dass sie noch etwa zwei Monate zu leben hat. „Ich bin froh, dass es Jins Baby ist. Du hast mir eine gute Nachricht überbracht, Juliet“. Diese freut sich, das zu hören, und begibt sich noch schnell zurück in den Bunker, um ihre Spuren zu verwischen.

Unten läuft sie gleich wieder zielstrebig zum Raum mit dem Ultraschall, wo sie nun einen anderen Kasten öffnet. Sie holt ein Diktiergerät heraus und nimmt auf: „Ben, es ist Samstag, sechs Uhr morgens. Kwon ist schwanger. Der Embryo ist gesund und wurde auf der Insel mit ihrem Ehemann gezeugt. Bevor sie hierher kamen war er unfruchtbar. Ich arbeite an den Proben der anderen Frauen, bald sollte ich Austens haben. Ich melde mich wieder, sobald ich mehr weiß“. Sie drückt auf den Aufnahmeknopf und stoppt damit das Band, hält das Gerät aber immer noch an ihren Lippen. „Ich hasse dich“, sagt sie und legt das Band dann zurück in den Kasten.

Die vier im Dschungel haben aus dem Fallschirmtuch, den Schnüren und einigen Stöcken eine komfortable Trage gebastelt. Charlie spricht Desmond noch mal darauf an, dass er einen Anderen hat laufen lassen. „Ihr habt mehr von ihnen getötet als sie von euch“, stellt Desmond fest. „Aber sie haben angefangen“, protestiert Charlie.

Bei der schlafenden Patientin spielt sich Hurley mit dem Telefon. Er wählt und hält es zum Ohr: „Mom?“. Damit weckt er die Frau, die plötzlich Englisch spricht: „Wo bin ich?“. Hugo erklärt ihr, dass sie auf einer Insel sei und löchert sie gleich mit Fragen. „Ich bin Hugo Reyes“, stellt er sich dann vor. „Ich bin hier mit Flug 815 abgestürzt. Ein paar von uns haben überlebt. Bist du deswegen hier? Hast du uns gesucht?“. Die Unbekannte wiederholt: „Flug 815 … Der von Sidney?“. Hugo wird gleich ganz euphorisch und bestätigt die Frage. „Das ist nicht möglich“, meint die Frau. „Ich weiß“, meint Hugo. „Es war nicht leicht, aber wir haben Essen gefunden, und einen Bunker…“. Die Frau unterbricht ihn: „Nein, nein! Flug 815 … Sie haben das Flugzeug gefunden… Es gab keine Überlebenden“.

„Sie waren alle tot“.



SCREENSHOTS:

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ZITATE:

Charlie: In case you have forgotten, there are people on this island looking to kill us!
Desmond: Nobody knows we're here!
Hurley feuert eine Leuchtrakete ab: Oops.

Juliet: Once upon a time, I told women that they were pregnant, and their faces... it was the best news they ever got in their entire life. Then I came here.

Unbekannte: No, no, Flight 815... They, they found the plane. There were no survivors... They were all dead.

MUSIK:

Keine Songs in dieser Episode.


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