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EPISODE 6.16

WOFÜR SIE GESTORBEN SIND (WHAT THEY DIED FOR)

REGISSEUR:
Paul Edwards

DREHBUCH:
Edward Kitsis, Adam Horowitz & Elizabeth Sarnoff
US-PREMIERE:  18.05.2010
Quote: 

K1-PREMIERE:  unbekannt

INHALT:


Jacks Auge öffnet sich. Er liegt in seinem sonnigen Schlafzimmer und begibt sich ins Bad, wo er einen großen Blutfleck an seinem Hals bemerkt, bevor ihn sein Sohn zum Frühstück holt.

Am Tisch reden sie über Davids bevorstehendes Konzert, zu dem auch seine Mutter kommen wird. Da begrüßt Claire die beiden und frühstückt mit ihnen. Sie fühle sich sehr gut, nur das Baby trete in der Nacht sehr oft. Als Jacks Handy klingelt, erfährt er von einem Oceanic-Mitarbeiter, dass der Sarg seines Vaters gefunden wurde und zur Abholung bereit stehe.

Tatsächlich ist es aber Desmond, der in seinem Wagen sitzt und Jack am Telefon belügt.


Kate ist sehr schwach und kämpft gegen ihre Tränen, während Jack die Wunde in ihrer Schulter näht. Da meint sie, dass Jin seine Tochter nie kennengelernt habe, und das wegen Locke. „Wir müssen ihn töten, Jack“. Dieser stimmt ihr zu.

Auch Sawyers Stimmung ist am Boden, während er aufs offene Meer hinaus starrt, wo Schwimmwesten herumtreiben. Kate lehnt ihren Kopf tröstend an seine Schulter, bevor Jack das Wort ergreift und zum Brunnen gehen will, den Sayid beschrieben hat. Desmond sei wichtig, wenn „Locke“ ihn töten wolle.


Vor der Schule freuen sich die Schüler, dass es Locke wieder besser geht, doch Desmond wartet bereits wieder in seinem Wagen und startet den Motor. Dies wird jedoch von Ben bemerkt, der wütend zu ihm kommt und ihn anbrüllt. „Wollen Sie wissen, wer ich bin?“, fragt Desmond ihn und schlägt ihm ins Gesicht. Dann drückt er ihn auf die Motorhaube und prügelt weiter auf ihn ein, bis Ben kurz die Schlägerei am Hafen sieht, als er im „anderen Leben“ Penny töten wollte. Desmond lässt ihn schließlich am Boden liegen und fährt davon.


Ben, Miles und Richard befinden sich auf dem Weg ins Dorf, wo sie aus Bens Geheimkammer C4 holen wollen, um das Flugzeug zu zerstören. Als sie das Dorf betreten, erlebt Miles plötzlich ein überwältigendes Gefühl, das er auf Tote zurückführt. „Es ist Alex“, erklärt Richard, denn er habe sie hier begraben, nachdem Ben verschwunden sei. Dieser bedankt sich dafür.

Wenig später zeigt Ben ihnen den Geheimraum in seinem Geheimraum, wo er früher das „Monster“ gerufen habe, obwohl es in Wirklichkeit immer nur ihn gerufen habe. Das C4 ist nach wie vor im Tresor, und Richard will alles davon mitnehmen. Als sie ein Geräusch aus der Küche hören, richten sie ihre Waffen auf die Anrichte, hinter der Zoe erscheint. Auch Charles taucht in diesem Moment auf und begrüßt Benjamin.

Bei einem Glas Leitungswasser schickt Widmore Zoe zurück zum Boot, das sie versenken solle. Als er vom Plan erfährt, das Flugzeug zu sprengen, berichtet er, dass er es längst damit vollgestopft habe. Er sei auf die Insel zurückzukommen, da Jacob ihn eingeladen und ihm erklärt habe, was hier zu tun sei. Bevor er mehr erklären kann, meldet sich Zoe am Walkie-Talkie: „Locke“ ist auf dem Weg ins Dorf. Zoe solle so schnell wie möglich zurückkommen. „Wir müssen uns verstecken, wenn wir überleben wollen“, meint Widmore.


Nachdem Ben von der Schulärztin behandelt wurde erzählt dieser John von Desmond und seinen Taten. „Er hat mir gesagt, dass er Sie nicht verletzen wollte. Er habe nur dafür sorgen wollen, dass Sie endlich loslassen“, erklärt er John. Und aus irgendeinem Grund habe Ben ihm das geglaubt. „Bedeutet die Aussage für Sie etwas?“.

Auf dem Polizeirevier bereitet sich Miles auf eine Benefizveranstaltung im Museum seines Vaters vor, zu der auch Sawyer mitkommen könne, der aber aufgrund von Charlottes Anwesenheit dort verzichtet. Da taucht Desmond auf, der Sawyer vom Autounfall in der Schule und der heutigen Prügelei erzählt. „Und?“, fragt Sawyer. „Ich bin der Verdächtige“, erklärt Desmond, der daraufhin in eine Zelle gesteckt wird – zu Sayid und seiner Zellennachbarin Kate.


Sawyer macht sich auf dem Weg durch den Dschungel Gedanken über seine Tat im U-Boot und gibt sich selbst die Schuld am Tod ihrer Freunde. „Nein, er hat sie getötet“, tröstet Jack ihn.

Unweit von ihnen sieht Hurley Jacob in Kindesgestalt im Dschungel und lässt Kate deshalb voraus gehen. Da spricht Jacob zu ihm und verlangt die Asche, die er mit sich trage, denn sie gehöre ihm. Das Kind schnappt sich den Beutel und rennt davon.

Hurley sieht während der Verfolgungsjagd den erwachsenen Jacob am Feuer sitzen, der ihm erklärt, dass er seine Asche verbrenne. Wenn das Feuer erlösche, werde er ihn nie wieder sehen. „Wir sind dem Ende sehr nahe, Hugo“.

Im Dorf wollen Charles und Zoe in die Geheimkammer fliehen, Ben sich dem Monster stellen, und Miles rennt lieber in den Dschungel. Zuvor nehmen er und Ben aber noch Widmores Walkie-Talkies an sich. Richard ist Bens Meinung und beschließt, mit „Locke“ zu reden, da dieser ihn immer auf seine Seite ziehen wollte und er ihn vielleicht aufhalten könne.

Draußen herrscht vorerst Totenstille, doch allmählich kündigt sich das Rauchmonster an und rast schließlich direkt auf Richard zu. Dieser wird wie von einem Schnellzug getroffen und in hohem Bogen durch die Luft geschleudert. Ben starrt ihm gebannt nach und setzt sich dann auf einen Stuhl auf einer Veranda. Es dauert nicht lange, bis „Locke“ auftaucht und sich mit gezücktem Messer zu ihm setzt. „Du musst für mich einige Leute töten“, erklärt die Gestalt. Zur Belohnung gehöre die Insel ganz Ben, sobald „Locke“ die Insel verlassen habe. Auf dieses Angebot geht Ben sofort ein und verrät gleich, dass sich Charles in seiner Geheimkammer hinter dem Regal verstecke.


Nach der Schule bemerkt Alex, dass Dr. Linus sich in keiner guten Verfassung befindet und möchte, dass er mit ihrer Mutter nach Hause fahre, da er unmöglich allein fahren könne. Als er Danielle kennenlernt, schlägt Alex auch noch vor, dass er zu ihnen nach Hause zum Essen komme, und Danielle besteht ebenfalls darauf.

Dort bedankt sie sich nach dem Essen beim Lehrer, denn er sei immer ein Vorbild für Alex gewesen, da ihr Vater schon gestorben sei als sie zwei Jahre alt gewesen sei. „Sie sind sowas wie ein Vater für sie“, verrät Danielle Ben, und dieser wird von seinen Gefühlen überwältigt. „Geht es Ihnen gut?“, fragt Danielle, und beide sehen sich lange in die Augen.


Als Ben „Locke“ den Geheimraum zeigt, will er bewusst mit hinein gehen, da er sich den Anblick nicht entgehen lassen wolle. Als sie das Licht anschalten, stehen Zoe und Charles unmittelbar vor ihnen. Der Widersacher ist verwundert über Zoe und fragt diese, wer sie sei. „Mein Name ist Zoe“, beginnt sie, und Widmore befiehlt ihr, nicht mit ihm zu sprechen. „Locke“ schlitzt ihr kurzerhand die Kehle auf und erklärt, dass sie in dem Moment, als Widmore das sagte, wertlos geworden sei. Zoe röchelt zwar noch, scheint aber keine Chance auf ein Überleben zu haben. „Locke“ unterbreitet Widmore nun einen Deal: Er könne Penny entweder sofort nach dem Verlassen der Insel töten, oder aber sie bleibe für immer verschont. Das kann Charles zwar nicht ganz glauben, doch schließlich will er zum Wohle seiner Tochter kooperieren. „Sag mir, warum du hierher gekommen bist“, fordert Locke. Desmond sei quasi der letzte Ausweg und wegen seiner einzigartigen Fähigkeit, elektrischen Magnetfeldern zu widerstehen, hier. Als Widmore kein Wort mehr in Bens Gegenwart sagen möchte, flüstert er den Rest in „Lockes“ Ohr. Da fallen einige Schüsse – Benjamin hat Charles getötet. „Er hat kein Recht dazu, das Leben seiner Tochter zu retten“.

„Locke“ ist beeindruckt, doch Widmore habe ihm bereits alles Wichtige verraten. „Gut“, meint Ben, „Du sagtest, es müssten noch mehr Leute getötet werden?“.

Noch bevor sie den Brunnen erreichen, werden Jack, Kate und James in der Nacht von Jacob persönlich begrüßt, den sie zum ersten Mal mit eigenen Augen sehen können. Kate geht direkt auf ihn zu und fragt ihn, warum Sayids Namen und jener der Kwons auf der Wand gestanden haben und ob sie deswegen sterben mussten. Als Jacob ihr sein Beileid ausdrückt, schreit sie ihn förmlich an: „Ich will wissen, ob sie umsonst gestorben sind!“. Jacob bleibt gelassen und meint nur, dass er ihnen sagen werde, warum sie gestorben seien. „Ich verrate euch, warum ich sie ausgewählt habe. Und warum ich euch ausgewählt habe“. Er wolle ihnen auch erklären, wie man die Insel beschütze, denn sobald das Feuer abgebrannt sei, müsse einer von ihnen der neue Beschützer der Insel sein.


Jack erhält in seinem Büro überraschenden Besuch von John Locke, der ihre Begegnungen nochmal kurz zusammenfasst und betont, wie unwahrscheinlich es sei, dass er nach dem Unfall ausgerechnet zu Jack in den OP gekommen sei. Dann erzählt er von dem Mann, der den Unfall verursacht habe, und hält fest, dass dieser genau die selben Worte über ihn sagte, die auch Dr. Shephard sprach: Er müsse endlich loslassen. „Was ist, wenn dies alles aus einem bestimmten Grund geschieht?“, fragt er. Jack darauf: „Ich will Ihnen helfen, aber verwechseln Sie nicht Zufall mit Schicksal“. Das nimmt John nicht so ernst. Wichtig sei nur, dass er bereit für den Eingriff sei.


Am Lagerfeuer versammelt erklärt Jacob, warum er sie auf die Insel geholt habe: Vor sehr langer Zeit habe er einen Fehler gemacht, und deshalb sei das Leben aller nun in großer Gefahr. Dieser Fehler sei das „Monster“ gewesen, für das er verantwortlich sei. Es habe seitdem versucht, ihn zu töten, und nun da es ihm gelungen sei, müsse einer von ihnen ihn ersetzen. „Was gibt dir das Recht, über mein Leben zu bestimmen?“, fragt Sawyer wütend. „Mir ging es prächtig, bis du mich auf die Insel geschleppt hast“. Jacob widerspricht ihm: Keiner von Ihnen sei glücklich gewesen. Alle seien, wie er früher, allein gewesen und konnten nicht finden, was sie suchten. Sie hätten die Insel genauso gebraucht, wie die Insel sie. „Warum hast du meinen Namen durchgestrichen?“, fragt Kate müde. „Weil du zur Mutter wurdest. Aber es ist nur ein Kreidestrich in einer Höhle. Wenn du den Job willst, kannst du ihn haben“. Da fragt Jack nach: „Was ist ‚der Job‘?“. Jacob verrät ihnen nun, dass es ein Licht auf der Insel gibt, das vor dem „Monster“ beschützt werden müsse. „Und ihr müsst das tun, was ich nicht zustande gebracht habe“. Zumindest hofft Jacob, dass es möglich ist, dass sie das Monster töten.

Wer von ihnen der Nachfolger werde, können sie nun selbst entscheiden. Anders als bei ihm, wolle er ihnen die Wahl lassen. Nun herrscht für eine Weile Stille, bis jemand das Wort ergreift: „Ich mache es“, sagt Jack und steht auf. Aus diesem Grund sei er hier, es sei seine Bestimmung. „Ist das eine Frage, Jack?“, will Jacob wissen. „Nein“, lautet die überzeugt Antwort.

Während Sawyer noch Witze reißt, ist Hugo einfach nur froh, dass es ihn nicht erwischt hat. Jacob erklärt Jack, dass das Licht dort in der Nähe sei, wo Jack einst nach dem Absturz erwacht sei. Aber erst jetzt könne er es auch wirklich dort finden. Auf Jacobs Wunsch holt Jack einen Becher aus seinem Rucksack, während Jacob murmelnd das Bachwasser segnet. Dann füllt er den Becher und gibt Jack davon zu trinken. „Jetzt sind wir beide identisch“, meint er abschließend.


Sawyer lässt Sayid, Desmond und Kate frei, allerdings nur, da sie in ein anderes Gefängnis verlegt werden. Kate bittet noch um eine Freilassung, da Sawyer wisse, dass sie unschuldig sei, doch es ändert nichts.

Im Transporter fragt Desmond die anderen beiden schließlich, ob sie aussteigen wollen, und diese sind verwirrt. Der Fahrer wisse bereits, wo er anhalten müsse, und wenn er mit dieser Vermutung recht habe, dann müssten sie ihm beide einen Gefallen tun, den sie nicht ablehnen können. Da beide die Vorstellung absurd finden, willigen sie in den Deal ein. Schon stoppt der Wagen und die hintere Tür wird geöffnet. Es ist Ana-Lucia, die Hume warnt, dass sie ihr Geld wolle, da sie sonst alle erschießen müsse. Sie öffnet die Handschellen und lässt Desmond nach draußen, wo schon ein großer gelber Wagen anrollt. Aus steigt Hurley mit einem Umschlag voll Geld und ist überrascht, Ana-Lucia zu sehen. Als sie ihn anknurrt vergewissert er ihr jedoch, dass sie sich noch nie zuvor gesehen haben. Sie geht zufrieden mit ihrem Geld und Hugo fragt: „Kommt sie nicht mit uns?“. „Nein, sie ist noch nicht bereit“, erklärt Desmond. Dann vergewissert er sich, dass Hugo weiß, wohin er Sayid bringen müsse, und holt aus einem zweiten Wagen ein Kleid für Kate heraus. „Wir zwei gehen auf ein Konzert“, meint er zu ihr, „Los los!“.


Ben erfährt von „Locke“, dass er ab und zu gerne seine Füße benutze, statt als Rauch herumzuschwirren, da es ihn an seine menschlichen Wurzeln erinnere. Dann kommen sie am Brunnen an, in dem der Widersacher wie erwartet keinen Desmond vorfindet. Jemand hat ihn offenbar mit einem Seil befreit. „Damit haben sie mir geholfen“, meint „Locke“. Denn Desmond sei „der letzte Ausweg“. Die letzte Hoffnung, wenn alle Pläne, ihn vom Verlassen der Insel abzuhalten, fehlschlagen. „Warum freust du dich dann, dass er noch lebt?“, will Ben wissen. „Weil ich Desmond finden werde. Und dann werde ich das tun, was ich selbst nie konnte: Ich werde die Insel zerstören“.



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MUSIK:

Keine Songs in dieser Episode.


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