Der "Pre-Air" der nächsten LOST-Episode wurde natürlich nicht ohne Grund am 1. April veröffentlicht. Wer sich den frei erfundenen Inhalt voller sinnloser Handlungen dennoch in Erinnerung behalten möchte, kann ihn in der Detailansicht dieser News nachlesen.

Wir hoffen ihr konntet dem kleinen Scherz etwas abgewinnen. Wer am 1. April im Forum war dürfte auch dort eine Veränderung bemerkt haben - im Off-Topic-Forum erklären wir, wie ihr diese bei Bedarf auch wieder aktivieren könnt.


6.11 Happily Never After / April Edition

INHALT:


Als Penny blass aus dem Bad kommt setzt sie ein Lächeln auf und legt sich zu Desmond ins Bett. Sie kuschelt sich an ihn und fragt, wie lange sie noch in diesem Boot leben würden. „Solange er uns sucht“, meint er und Penny versteht, dass dies „Für immer“ bedeutet. Ihr ernster Gesichtsausdruck wird aber sofort wieder von einem Lächeln durchzogen, als sie Desmond mitteilt, dass sie eine Überraschung für ihn habe. „Ich bin schwanger“, meint sie überglücklich.


Desmond streift mit Mantel und Hut durch eine regnerische Straße und lässt sich von den vielen Passanten nicht beirren. Schließlich biegt er in eine Gasse ein und öffnet dort eine Haustür, hinter der eine Treppe nach unten führt. Nachdem er durch einige Gänge läuft, sehen wir schließlich sein Ziel: Auf einem Türschild steht der Namen „Hawking“.

In einem dunklen Zimmer durchwühlt er alte Akten und räumt dubiose Artefakte zur Seite, bis er sich schließlich in ein Dokument vertieft. Neben einigen Karten und mathematischen Formeln können wir den Text nicht erkennen, aber Desmond „Hintertür“ murmeln hören. Er reißt einige Seiten aus dem Buch, steckt sie in seine Tasche und wirft das Buch dann zurück auf einen der Schreibtische. Es kommt neben einem zweiten Buch zum Liegen, das den Titel „Die Kandidaten“ trägt.


Während Penelope aus dem Kreißsaal gebracht wird und Desmond strahlend ihre Hand hält, sehen wir einen Unbekannten mit Handy am Flur stehen, der die beiden beobachtet. „Er ist hier“, sagt eine mysteriöse Stimme ins Telefon und wirft das Handy gleich darauf in einen Mülleimer.

Desmond und Penny sind im Krankenzimmer angelangt und Penny hat vor Freude noch Tränen in den Augen, als sie meint, dass sie sich an die Schmerzen schon nicht mehr erinnern könne. „Hier ist auch schon ihr kleiner Charlie“, hören sie die Stimme einer Krankenschwester, die das Baby seiner Mutter übergibt.


Scheinbar am gleichen Abend befindet sich Desmond in einer heruntergekommenen Kneipe und ist in ein Pokerspiel involviert. Das Glück scheint es gut mit ihm zu meinen, denn ein Zeitraffer zeigt, wie seine Chipanzahl steigt und steigt. Als er nur mehr einen Gegenspieler hat und außer ihnen nur noch der Barkeeper und zwei Betrunkene in der Bar rumhängen, kommt es zum All-In und Desmond muss seine Karten aufdecken. Er sieht die beiden Asse seines Gegners bereits und macht einen völlig zerstörten Eindruck. „Gib mir den Stab“, droht Desmond am Ende seiner psychischen Kräfte und weigert sich, seine Karten aufzudecken. „Das ist ein faires Spiel“, erinnert ihn sein Gegner. Da zieht Desmond eine Waffe und schießt ihm genau zwischen die Augen. Auch den Barkeeper und die anderen Gäste kann er nicht am Leben lassen. Nach dem Massaker tritt er an den Spieler heran und nimmt ihm seine Kette vom Hals. „Fair genug?“, meint er kühl, als er die Szene verlässt.

In Seoul ist es zur gleichen Zeit taghell als Suns Mutter aufgelöst in einer Polizeistation wartet. „Mrs. Paik, Sie können nun eintreten“, bittet eine Beamtin. Als sie erzählen soll, was passiert ist, kann Suns Mutter erst nach intensivem Schluchzen eine Antwort geben: „Meine Enkeltochter wurde entführt“.

In absehbarer Zukunft steht Desmond vor einem Schließfach und öffnet es mit der Kette des Mannes, den er getötet hat. Er holt einen kleinen hölzernen Stab hervor, in den kryptische Zeichen eingraviert sind. Er küsst ihn und meint, er sei seine letzte Hoffnung. Dann verpackt er ihn in einen silbernen Koffer und verlässt das Gebäude mit schnellem Schritt. Draußen läutet sein Telefon und Penny ist am anderen Ende. „Hast du die Kinder versammelt?“, fragt Desmond. „Alle sind hier“, bestätigt Penny.


Unter lautem Kindergeschrei öffnet Desmond einen Brief und liest die Worte von Eloise Hawking. Sie warnt ihn vor einem Sturm und will ihn darauf vorbereiten. Ein persönliches Treffen sei aber zu gefährlich – sie werde gesucht –, deshalb solle er sich den Ort ihres Arbeitszimmers gut einprägen – dort werde er alle Informationen finden können. „Such den Stab der Pandora, er ist unsere letzte Hoffnung“, lautet Eloises Botschaft.


Desmonds Wagen hält an einer Klippe, wo er kurz nachdenklich auf die Wellen hinunterblickt. Dann benutzt er die in Stein geschlagenen Treppen, um hinunter zum steinigen und kahlen Strand zu gelangen. Dort kommt ihm Penny auch schon entgegen, die nicht wie sie selbst wirkt. Mit kaltem, emotionslosem Blick nimmt sie seine Hand und führt ihn in eine Höhle. Dort brennt ein Feuer, und wir erkennen die Schatten dreier Kinder, die keinen Laut von sich geben. Als Desmond sich mit seinem Koffer nähert und diesen aufklappt, sehen wir das Gesicht von Aaron, der geknebelt vor dem Feuer sitzt. „Es tut mir so leid, aber das ist der einzige Weg“, meint Desmond völlig aufgelöst. Die kleine Ji Yeon weint leise schluchzend vor sich hin und wirkt etwas benommen, ebenso Desmonds eigener Sohn Charlie.

„Es wird gleich vorbei sein“, beruhigt Desmond die Kinder, als er den Stab in seine Hand nimmt und die herausgerissenen Seiten vor sich aufbreitet. Er liest die Worte ab und schwingt dabei den Stab über das Feuer, bis dieses eine unnatürliche Gestalt annimmt und den Stab schier an sich reißen möchte. Penny steht am Rande und kämpft damit, nicht die Fassung zu verlieren. Sie geht zu Charlie und legt ihm ihre Hand auf die Schulter. „Permovere!“, schreit Desmond schließlich laut, und das Feuer verschlingt die Höhle.


Eine zitternde Frau mit schwarzer Kapuze sitzt allein auf einer Bank und scheint sich selbst mit leisem Gesang vor dem Wahnsinn bewahren zu wollen. Sie bemerkt nicht, dass ein älterer Herr mit langen grauen Haaren sich zu ihr setzt. Erst als dieser mit ihr spricht, dreht sie sich erschrocken zu ihm. „Endlich habe ich dich gefunden“. Eloise entweicht ein erschrockenes Keuchen, dann seufzt sie: „Wir wussten beide, dass es so kommen würde“. Der Mann reicht ihr seine Hand und versichert ihr, dass er sie immer geliebt habe. „Aus welcher... Aus welcher der Welten kommst du?“, fragt Eloise. Der Mann steht auf und entfernt sich einige Schritte. „Aus der, die ich retten muss“, erklärt er und zieht seine Pistole, die er auf Eloise feuert. „Es tut mir so leid, Mutter“, weint Daniel.


Das lodernde Feuer wird vom Wind weggetragen und wir sehen die drei Kinder in der Höhle wieder. Sie wirken um Jahre gealtert und sind in Loden gekleidet. Als wüssten sie genau, was sie tun müssen, laufen sie geschlossen nach draußen. Dort stehen sie auf einem weißen Sandstrand und werden von der grellen Sonne geblendet. Als sie ihre Augen wieder öffnen, steht ein bekanntes Gesicht vor ihnen: Jacob. Im Chor sagen die drei Kinder überrascht: „Daddy?“.

Desmond hält Penelope im Arm, als diese ebenfalls allein die Höhle von vorhin verlassen. „Ich hoffe es geht ihnen gut“, meint Penny traumatisiert. Da bemerkt sie eine Flasche im Meer, auf die sie zurennt um sie aus dem Wasser zu fischen. Die unzähligen kleinen Zettel darin enthalten jede für sich eine persönliche Nachricht. „Das kann doch nicht sein“, beginnt Desmond ungläubig. „Charlie Pace hat mir von dieser Flaschenpost erzählt.


Desmond sitzt in hohem Alter mit einem Glas MacCutcheon Whiskey in einem Wohnzimmer und starrt gebannt auf die Tür. Als sich diese schließlich öffnet, betritt der grauhaarige Daniel seine Wohnung und bleibt im Türrahmen stehen: „Wie konntest du mich finden?“, murmelt er leise. „Ich bin Herr über Raum und Zeit. How the bloody hell hätte ich dich nicht finden können?“. Daniel stammelt, dass man über alles reden solle, bevor man unüberlegt handle, doch Desmond erklärt ihm, dass es dazu zu spät ist. „Bitte, töte mich nicht“, fleht Daniel. „Töten?“, Desmond grinst grimmig. „Das wäre dir doch nur recht. Ich schicke dich zurück. Zurück in die Hölle. Auf die Insel“. Er legt seine Hand auf Daniels Brust und diese leuchtet in einem blendend grellen Licht auf. Dann ist Daniel verschwunden. „This is for your Mother, Brother“.


Penny und Desmond lesen gemeinsam die Zettel der Inselbewohner und sind sich einig, dass sie jeden der Empfänger ausfindig machen müssen. „Jeden außer diesen“. Desmond reicht Penny einen Zettel. Darauf steht: „Eines Tages finde ich eine Schlupfloch. Daniel“.